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Wie können ältere Verkehrsteilnehmer*innen ihre Fahrfähigkeit überprüfen und sie sogar verbessern?

von Gudrun Christensen


Viele ältere Menschen wünschen sich, solange wie nur möglich mobil zu bleiben und eigenständig ihre täglichen Besorgungen zu machen, Termine einzuhalten, Freunde und Verwandte zu besuchen, ihren Hobbies nachzugehen und generell „aus dem Haus zu kommen“. Oft bewegen sie sich mit dem Auto, weil sie vielleicht nicht mehr sehr gut laufen können, Schwierigkeiten mit dem öffentlichen Nahverkehr scheuen oder sich nicht mehr auf ihr Fahrrad trauen.

Vielleicht fragt sich allerdings der ein oder andere ältere Mensch, ob er (oder sie) noch fahrfähig ist. Eine Untersuchung durch den Hausarzt und den Augenarzt kann hier einige Erkenntnisse bringen.

Um das auch am Steuer individuell und ganz anonym überprüfen zu lassen, gibt es die Möglichkeit, an einem Mobilitätscheck teilzunehmen (angeboten z.B. von ADAC, DEKRA, TÜV etc.). Sollte der Prüfer dort Bedenken gegen Ihre Fahrfähigkeit haben, würde er nur Ihnen das mitteilen.

Dann ist allerdings keinesfalls das Ende Ihrer Mobilität mit dem Auto erreicht. Sie können nämlich noch einiges tun, um wieder souverän am Straßenverkehr teilzunehmen.

Eine Studie von Sebastian Poschadel u.a. aus dem Jahr 2012 hat ergeben, dass Senioren über 70 Jahre, die an einem professionellen Fahrtraining von 15 Stunden teilnahmen, danach das Leistungsniveau von untrainierten Autofahrerinnen und –fahrern zwischen 40 und 50 Jahren erreichten, also der Altersgruppe, die statistisch am wenigsten Unfalle verursacht. Sogar ein Jahr nach dem Fahrtraining blieb diese verbesserte Fahrkompetenz erhalten.

Zusätzlich kann man durch Aufnahme von sportlicher Aktivität wie Gehen, Dehnen, Krafttraining, Senioren-Yoga, etc. seinen Gesundheitszustand und damit auch seine Fahrfähigkeit verbessern. Gesunde Ernährung und Sozialkontakte, sei es zur Familie, zu Freunden oder in ehrenamtlicher Arbeit, tun ihr Übriges.

Hoffnung macht hierbei, dass es nie zu spät ist. Hier und heute kann jede und jeder von uns den Gesundheitszustand, die (geistige und körperliche) Beweglichkeit und damit auch die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben verbessern.


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